Ärztenetze in Hessen

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Willkommen bei Hessenmed

Mittwoch, 8 Dezember, 2021 | Stuttgart

Erst-, Zweit- oder Boosterimpfungen – nur eine schnelle und effiziente Impfkampagne kann die vierte Welle der Coronapandemie noch abbremsen. Damit das gelingen kann, hat der MEDIVERBUND bereits im Sommer eine praxisübergreifende Impftermin-Plattform für Patienteninnen und Patienten in Baden-Württemberg eingerichtet. Über das Onlineportal ImpfTerminManagement.de werden Impfwillige und Praxen mit kurzfristigen Impfkapazitäten zusammengebracht.

Dienstag, 19 Oktober, 2021 | Fulda

Gemeinsam mit Ärztenetzen aus ganz Deutschland setzt sich Hessenmed für den Leistungserbringerstatus und die Gleichbehandlung für anerkannte Ärztenetze in Deutschland ein. Um die Versorgung für die Patientinnen und Patienten besser gestalten zu können, erheben die Arzt- und Praxisnetze vier zentrale Forderungen:

Bundeseinheitliche Vorgaben für Praxisnetze: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat Vorgaben zur Festlegung und Anpassung des Vergütungs- volumens für die hausärztliche und fachärztliche Versorgung nach Absatz 1 Satz 1 sowie Kriterien und Qualitätsanforderungen für die Anerkennung besonders förderungswürdiger Praxisnetze nach Absatz 2 Satz 3 als „verpflichtende Vorgabe“, als bundeseinheitliche Vorgabe ohne landesspezifische Änderungsmöglichkeiten der einzelnen KVen, insbesondere zu Versorgungszielen, im Einvernehmen mit dem Spitzenverband der Krankenkassen zu bestimmen.

Gleiche Vergütungsregelungen - weg von der Willkür: §2 Für Praxisnetze, die von den Kassenärztlichen Vereinigungen anerkannt sind, müssen gesonderte Vergütungsregelungen vorgesehen werden, welche die dauerhafte Aufrechterhaltung der Strukturvorraussetzungen sichert.“

Institutsermächtigung für Praxisnetze zur Beseitigung lokaler Versorgungsprobleme: Der Zulassungsausschuss muss Praxisnetze, die nach § 87 b SGBV anerkannt sind, für das entsprechende Fachgebiet in dem ein lokaler Versorgungsbedarf eingetreten ist oder in absehbarer Zeit einzutreten droht, auf deren Antrag zur Erbringung entsprechender Leistungen ermächtigen, soweit und solange dies zur zur Deckung des zusätzlichen lokalen Versorgungsbedarfs erforderlich ist.

Gesetzlicher Anspruch auf Care- und Casemanagement: Wir fordern einen im SGB V verankerten gesetzlichen Anspruch auf ein Care- und Casemanagement für komplex erkrankte Patienten. Der Arzt „diagnostiziert“ neben der Erkrankung einen erhöhten, koordinationsbedürftigen Versorgungsbedarf und „verordnet“ ein strukturiertes, assessmentgestütztes Care- und Casemanagement.

Nach §87b SGB V anerkannte Ärztenetze haben die strukturellen Voraussetzungen und sind mit ihrer regionalen Expertise prädestiniert dafür, diese Koordinationsleistung anzubieten und Care- und Casemanager zu beschäftigen.

Ausführlichere Informationen unter www.leistungserbringerstatus.de


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Montag, 30 August, 2021 | Fulda

Hessenmed e.V. unterstützt die Hygiene Kampagne zu den Hygienekosten der Hess. Urologen (HUeG) in Hessen und bundesweit

„Hygienekosten nicht zu vergüten, bedeutet eine Leistungseinschränkung der Versicherten der Krankenkassen.“ so Dr. Peter Kollenbach, Facharzt f. Urologie und Vorstandsmitglied der Hess. Urologen eG.

Schutzmaßnahmen  zur Gesundheit und Hygiene insbesondere die Medizinproduktaufbereitung gehören zu einer guten Behandlung, das nicht nur erst seit der Pandemie. Die Regelungen für Arztpraxen insbesondere Arztpraxen, die sogenannte „invasive Eingriffe“ durchführen, wurden in den vergangenen Jahren extrem intensiviert.

Immer umfassendere Anforderungen an die Aufbereitung der Instrumente sowie Vorgaben zum Nachweis der durchgeführten Maßnahmen stellen ambulante Praxen vor erheblichen logistischen und personellen Aufwand. Um die Hygienevorschriften in den Praxen einzuhalten, fallen für die Aufbereitung Kosten an, die von der Krankenkasse aktuell nicht gegenfinanziert werden und zu Lasten der Praxen gehen.  

Der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BvDU) hat sich bereits vor über 2 Jahren an die Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen gewandt, um dieses Problem zu adressieren – bisher leider ohne Erfolg.  

Wenn nicht zeitnah zumindest kostendeckende Bezahlungen der Untersuchungen erfolgen, sind die Praxen künftig nicht mehr in der Lage, diese wichtige und für viele Patienten notwendige Diagnostik anzubieten.
 
Den Berufsverbänden reicht es jetzt. Über zehn Jahre sind Ärzte in Vorleistung getreten, insbesondere in der Medizinproduktaufbereitung, ohne dass nur im Ansatz diese Aufbereitungsmaßnahmen von medizinischem Gerät seit 2012 angemessen honoriert wurden. “Patienten und Mitarbeiter haben einen rechtlichen Anspruch auf qualifizierte Hygienemaßnahmen und Medizinproduktaufbereitung“, so Vorstandsmitglied vom Bund der Urologen (BDU)  und Facharzt für Urologie Dr. Axel Schroeder.“ Deshalb muss endlich das Geld der Leistung hoher Hygienestandards folgen“. „Wir werden diese Leistungen nicht mehr im gewohnten Maße erbringen, wenn nicht eine Kostendeckung der Hygienemaßnahmen erfolgt“, fasst A. Schroeder die Aktion zusammen.
Auch in Hessen fangen ab Montag den 06. September 2021 Aktionen als Protestmaßnahmen in vielen Praxen erfolgen. So kann es dazu kommen, dass  beispielsweise Durchführungen einer (erneuten) Blasenspiegelung verschoben werden.

Diese Maßnahmen sind notwendig, das ist auch ein Aufruf an die Politik, über die Wahlen hinaus, dass zu einer guten Gesundheitsversorgung Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen gehören“ betont Christoph Sucke, Vorstandssprecher der Hess. Urologen eG.

Hessenmed e. V. hofft, dass Politik und Krankenkassen endlich ein Einsehen haben, dass höhere Hygieneauflagen der Praxen auch adäquat vergütet werden müssen, zum Schutz der Patienten!