Ärztenetze in Hessen

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Willkommen bei Hessenmed

Dienstag, 19 Oktober, 2021 | Fulda

Gemeinsam mit Ärztenetzen aus ganz Deutschland setzt sich Hessenmed für den Leistungserbringerstatus und die Gleichbehandlung für anerkannte Ärztenetze in Deutschland ein. Um die Versorgung für die Patientinnen und Patienten besser gestalten zu können, erheben die Arzt- und Praxisnetze vier zentrale Forderungen:

Bundeseinheitliche Vorgaben für Praxisnetze: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat Vorgaben zur Festlegung und Anpassung des Vergütungs- volumens für die hausärztliche und fachärztliche Versorgung nach Absatz 1 Satz 1 sowie Kriterien und Qualitätsanforderungen für die Anerkennung besonders förderungswürdiger Praxisnetze nach Absatz 2 Satz 3 als „verpflichtende Vorgabe“, als bundeseinheitliche Vorgabe ohne landesspezifische Änderungsmöglichkeiten der einzelnen KVen, insbesondere zu Versorgungszielen, im Einvernehmen mit dem Spitzenverband der Krankenkassen zu bestimmen.

Gleiche Vergütungsregelungen - weg von der Willkür: §2 Für Praxisnetze, die von den Kassenärztlichen Vereinigungen anerkannt sind, müssen gesonderte Vergütungsregelungen vorgesehen werden, welche die dauerhafte Aufrechterhaltung der Strukturvorraussetzungen sichert.“

Institutsermächtigung für Praxisnetze zur Beseitigung lokaler Versorgungsprobleme: Der Zulassungsausschuss muss Praxisnetze, die nach § 87 b SGBV anerkannt sind, für das entsprechende Fachgebiet in dem ein lokaler Versorgungsbedarf eingetreten ist oder in absehbarer Zeit einzutreten droht, auf deren Antrag zur Erbringung entsprechender Leistungen ermächtigen, soweit und solange dies zur zur Deckung des zusätzlichen lokalen Versorgungsbedarfs erforderlich ist.

Gesetzlicher Anspruch auf Care- und Casemanagement: Wir fordern einen im SGB V verankerten gesetzlichen Anspruch auf ein Care- und Casemanagement für komplex erkrankte Patienten. Der Arzt „diagnostiziert“ neben der Erkrankung einen erhöhten, koordinationsbedürftigen Versorgungsbedarf und „verordnet“ ein strukturiertes, assessmentgestütztes Care- und Casemanagement.

Nach §87b SGB V anerkannte Ärztenetze haben die strukturellen Voraussetzungen und sind mit ihrer regionalen Expertise prädestiniert dafür, diese Koordinationsleistung anzubieten und Care- und Casemanager zu beschäftigen.

Ausführlichere Informationen unter www.leistungserbringerstatus.de


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Montag, 30 August, 2021 | Fulda

Hessenmed e.V. unterstützt die Hygiene Kampagne zu den Hygienekosten der Hess. Urologen (HUeG) in Hessen und bundesweit

„Hygienekosten nicht zu vergüten, bedeutet eine Leistungseinschränkung der Versicherten der Krankenkassen.“ so Dr. Peter Kollenbach, Facharzt f. Urologie und Vorstandsmitglied der Hess. Urologen eG.

Schutzmaßnahmen  zur Gesundheit und Hygiene insbesondere die Medizinproduktaufbereitung gehören zu einer guten Behandlung, das nicht nur erst seit der Pandemie. Die Regelungen für Arztpraxen insbesondere Arztpraxen, die sogenannte „invasive Eingriffe“ durchführen, wurden in den vergangenen Jahren extrem intensiviert.

Immer umfassendere Anforderungen an die Aufbereitung der Instrumente sowie Vorgaben zum Nachweis der durchgeführten Maßnahmen stellen ambulante Praxen vor erheblichen logistischen und personellen Aufwand. Um die Hygienevorschriften in den Praxen einzuhalten, fallen für die Aufbereitung Kosten an, die von der Krankenkasse aktuell nicht gegenfinanziert werden und zu Lasten der Praxen gehen.  

Der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BvDU) hat sich bereits vor über 2 Jahren an die Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen gewandt, um dieses Problem zu adressieren – bisher leider ohne Erfolg.  

Wenn nicht zeitnah zumindest kostendeckende Bezahlungen der Untersuchungen erfolgen, sind die Praxen künftig nicht mehr in der Lage, diese wichtige und für viele Patienten notwendige Diagnostik anzubieten.
 
Den Berufsverbänden reicht es jetzt. Über zehn Jahre sind Ärzte in Vorleistung getreten, insbesondere in der Medizinproduktaufbereitung, ohne dass nur im Ansatz diese Aufbereitungsmaßnahmen von medizinischem Gerät seit 2012 angemessen honoriert wurden. “Patienten und Mitarbeiter haben einen rechtlichen Anspruch auf qualifizierte Hygienemaßnahmen und Medizinproduktaufbereitung“, so Vorstandsmitglied vom Bund der Urologen (BDU)  und Facharzt für Urologie Dr. Axel Schroeder.“ Deshalb muss endlich das Geld der Leistung hoher Hygienestandards folgen“. „Wir werden diese Leistungen nicht mehr im gewohnten Maße erbringen, wenn nicht eine Kostendeckung der Hygienemaßnahmen erfolgt“, fasst A. Schroeder die Aktion zusammen.
Auch in Hessen fangen ab Montag den 06. September 2021 Aktionen als Protestmaßnahmen in vielen Praxen erfolgen. So kann es dazu kommen, dass  beispielsweise Durchführungen einer (erneuten) Blasenspiegelung verschoben werden.

Diese Maßnahmen sind notwendig, das ist auch ein Aufruf an die Politik, über die Wahlen hinaus, dass zu einer guten Gesundheitsversorgung Infektionsschutz und Hygienemaßnahmen gehören“ betont Christoph Sucke, Vorstandssprecher der Hess. Urologen eG.

Hessenmed e. V. hofft, dass Politik und Krankenkassen endlich ein Einsehen haben, dass höhere Hygieneauflagen der Praxen auch adäquat vergütet werden müssen, zum Schutz der Patienten!
Donnerstag, 10 Dezember, 2020 | Berlin

„Unsere Teams sind seit Monaten durch die Einhaltung von Hygienestandards, Abstandsregelungen und zusätzlicher Bürokratie und Aufklärungsarbeit maximal belastet“, erklärt Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI GENO Deutschland. Der Betreuungsaufwand für einzelne Patienten habe sich durch die Coronakrise deutlich erhöht, wegen der Hygieneregeln könnten pro Stunde weniger Patientinnen und Patienten versorgt werden.

„Trotzdem haben wir unseren Anteil zur Bewältigung der Pandemie geleistet, ohne Lob der politisch Verantwortlichen für unsere Medizinischen Fachangestellten; von einer Zuwendung aus Steuergeldern wie in anderen Gesundheitsberufen ganz zu schweigen“, so Baumgärtner weiter.

Der Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums einer „Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus Sars-CoV-2“ sieht vor, dass Impfwillige in Arztpraxen ein ärztliches Attest zum Preis von 5 Euro erhalten sollen. Dabei soll vom behandelnden Arzt oder von der Ärztin „das krankheitsbedingt erhöhte Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf in Bezug auf die Coronavirus-Krankheit-2019“ attestiert werden.

MEDI GENO Deutschland lehnt eine Triage der Patienten per Attest klar ab. „Das ist Aufgabe des Staates und muss über ein Einladungssystem umgesetzt werden, wie zum Beispiel beim Mammographie-Screening“, erklärt der MEDI GENO-Chef und ergänzt: „Wenn wir jetzt noch jeden Tag unsere Arbeitszeit mit der Ausstellung von Attesten und den dafür notwendigen Gesprächen verlieren, geht das zulasten der akut und chronisch kranken Patientinnen und Patienten.“

Zudem sind 5 Euro pro Attest nicht kostendeckend und „eine Zumutung“. Baumgärtner zieht hier einen Vergleich heran: „Die Verlängerung eines Jahresfischereischeins beim Amt für öffentliche Ordnung, die ähnlich aufwendig ist wie das Ausstellen der Covid-Atteste, kostet aktuell 95 Euro.“ An der außerbudgetären Bezahlung von 5 Euro „erkennt man die Wertschätzung unserer Arbeit und die unserer Angestellten“, schließt der MEDI GENO-Vorsitzende.